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Coburger Handtuch + Matten-Service

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“Betrieblicher Umweltschutz ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess und kann nicht wie eine Maschine gekauft und eingeschaltet werden.”

Joachim Krause, Inhaber

 

CHMS (Coburger Handtuch + Matten-Service) vermietet und wäscht Stoffhandtuchrollen, Schmutz- und Logomatten sowie Feuchtwischbezüge. Seit 1990 entwickelt das Unternehmen dabei stetig neue Verfahrensweisen und Techniken, um die Effizienz zu steigern und gleichermaßen die Umwelt zu schonen.

Ausgangslage

Wäschereien haben einen hohen Bedarf an Wasser, Energie (Öl oder Gas) sowie Waschchemie. Seit 1990 bemüht sich CHMS, den Bedarf zu reduzieren. Im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung wurden der Energie- und Wasserbedarf erfasst und kontinuierlich Maßnahmen zur Einsparung von Wasser und Energie umgesetzt. Optimiert wurden der Maschinenpark und die innerbetrieblichen Abläufe bis zur Mehrfachnutzung von Wasser und der Verwertung von Regenwasser.

Beim Thema Wasserverbrauch stand das Unternehmen zum Beispiel vor der zentralen Frage, wie es gelingen kann, vom entstehenden Abwasser einen höheren Anteil zurück in den Arbeitsprozess fließen zu lassen, als es bisher der Fall war. Denn CHMS bearbeitet bis zu 20 Tonnen Textilien täglich und dabei laufen drei Waschstraßen im Zwei-Schicht-Betrieb – es war klar, dass das Einsparpotential hier enorm sein muss.

Das Ziel bei allen Effizienzmaßnahmen ist, eingesetzte Ressourcen zu einem immer höheren Anteil wiederzuverwenden. Denn das ist ein wesentlicher Schritt, um den Energieverbrauch des Unternehmens rapide senken zu können.

Maßnahmen

Die Idee war es, ähnlich wie bei einer Trinkwasseraufbereitungs-anlage, das bei uns entstehende Schmutzwasser zu reinigen. Dafür setzt man auf ein innovatives Elektrolyseverfahren. Die Verschmutzung im Waschwasser wird aufgespalten, um vom Wasser abgetrennt werden zu können. Das Abwasser hat dabei einen pH-Wert von 11, das heißt, es ist basisch. Durch Zugabe von Zitronensäure wird dieser Wert neutralisiert auf 7, weil neutrales Wasser weniger Schmutz halten kann. Das Schmutzwasser wird danach in einen Hochbehälter gepumpt, in dem sich der Schmutz als Sediment am Boden absetzt und entfernt wird.

Im nächsten Schritt durchläuft das so vorgereinigte Abwasser die Elektrolyse: Das Wasser wird über Metallplatten geleitet, die abwechselnd positiv und negativ gepolt sind. Dadurch werden die elektrisch geladenen Schmutzpartikel in der Schwebe gehalten und verbinden sich nach und nach zu größeren Partikeln, die nicht mehr schwebfähig sind und schließlich abgeführt werden können.

Mit diesem Verfahren entsteht als Abfall nicht wie bisher Schlamm, sondern trockenes Material, das in der Müllverbrennung entsorgt wird. Das Abwasser wird auf Trinkwasserqualität aufbereitet. Das gereinigte Wasser findet im nächsten Prozessdurchlauf erneut Verwendung. Nur durch Verdampfen entstehen kleine Wasserverluste, die mit Frischwasser ausgeglichen werden müssen. Dem Ziel einer abwasserfreien Wäscherei ist das Unternehmen so einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

Ergebnis

1990 benötigte CHMS für eine Tonne Wäsche noch 24 Kubikmeter Wasser. Heute sind es nur noch 2,2 Kubikmeter.

  • 97% Wassererhalt für die Wiederverwendung nach jedem Waschgang
  • 72.000 m³ Wasser eingespart im Jahr 2011 gegenüber 2010
Über unseren Gastgeber
Coburger Handtuch + Matten-Service Joachim Kraus e.K.
1954 gegründet
46 Mitarbeiter
Regionaler Dienstleister für die Reinigung von Handtuch-Spendern, Wischmopps und Schmutzfangmatten
Workshops