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“Ressourceneffizienz – nicht nur Chefsache”
Statement von Dr. Martin Vogt (Geschäftsführer des VDI Zentrums Ressourceneffizienz) vom 6. Juli 2016

Martin Vogt Porträt hochkant + CopyrightRessourceneffizienz – nicht nur Chefsache

Statement von Dr. Martin Vogt, Geschäftsführer des VDI Zentrums Ressourceneffizienz

Ressourceneffizienz, vor einiger Zeit noch ein Nischenthema, ist in den Köpfen der Unternehmer angekommen. Es wird nicht mehr als abstraktes Umweltthema, sondern als konkretes Wirtschaftsthema wahrgenommen und diskutiert. Der Grund ist offensichtlich: Mit einem Anteil von über 40 Prozent an den Gesamtkosten eines verarbeitenden Betriebes bietet die Steigerung der Ressourceneffizienz und damit die Senkung der Materialkosten höhere Einsparpotenziale als alle anderen Kostenblöcke. Hier eröffnet sich die Chance, die eigene Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

Oberstes Ziel ressourceneffizienten Wirtschaftens ist es, mit einem immer geringeren Ressourcenverbrauch dasselbe oder sogar ein besseres Resultat zu erreichen. Dadurch wird Ressourceneffizienz zu einem wesentlichen Innovationstreiber, wenn es darum geht, noch bessere Technologien und Verfahren zu entwickeln. Die Technologie- und Prozess-Innovationen der deutschen Industrieunternehmen sind seit jeher internationale Exportschlager. Ressourceneffiziente Unternehmen tragen zu einem soliden Wirtschaftsstandort Deutschland bei und leisten einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz. Ein „grünes“ Plus, das auch immer mehr Kunden nachfragen.

Ressourceneffizienz geht alle an

Mittlerweile ist auch vielen Unternehmenslenkern klar: ein intelligentes Ressourcenmanagement umfasst alle Geschäftsprozesse. Wird die gesamte Belegschaft eines Betriebes für Ressourceneffizienz sensibilisiert, kann viel erreicht werden. Mitarbeiter haben oft ein gutes Gespür dafür, wo in ihrem Arbeitsbereich Kosten gespart werden könnten. So kann das Unternehmen stetig leistungsfähiger werden und die Akzeptanz der Beschäftigten für betriebliche Effizienzmaßnahmen steigt. Gleichzeitig sichern sie ihre Arbeitsplätze, wenn das Unternehmen erfolgreicher wirtschaften kann.

Das Rad nicht immer neu erfinden

Um die Ressourceneffizienz im eigenen Betrieb zu steigern, muss nicht immer das Rad neu erfunden werden. Auch schon kleine Veränderungen in den Abläufen können die Firmenkasse mitunter deutlich entlasten. Da eine ressourceneffiziente Produktion in jeder Branche anders aussieht, ist sowohl die branchenweite Vernetzung der Unternehmer hilfreich als auch ein übergreifender Austausch als Blick über den Tellerrand. Gleichzeitig werden Best-Practice-Beispiele bekannt – ihr Erfolg kann als Anregung dienen, dass Unternehmen sich intensiver damit auseinandersetzen, wie auch bei ihnen der Material- und Energieeinsatz optimiert werden kann.

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